Das "limbische System" der meisten Menschen weigert sich, den eindeutigen "Fehler" auf diesem Foto wahrzunehmen.

And again, our mythomania limbic system:

Try to locate the irregularities in this picture(klick&zoom)
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The percentage of visitors to this site who find it out is approximately 20%.

Näheres siehe unten und in "Kinder im Maul"

 

 

Zum limbischen System:

Welch einen gravierenden Einfluss dieses lebenswichtige Wertesystem auf uns hat, kann man sehr schön an sich selbst erfahren, wenn man obiges Foto etwas länger betrachtet (cool bleiben - ca. 80 bis 90% der Betrachter entdecken diesen "Fehler" nicht auf Anhieb!) oder wenn man sich ein kleines Filmchen (Rutgers University) im Internet ansieht. In diesem, nur einige Sekunden dauernden Film, wird eine Gesichtsmaske um ihre Achse gedreht. Solange man dieses menschliche Gesicht von vorn ansieht, ist optisch alles wie immer. Man sieht ein Gesicht in drei Dimensionen. Wenn es sich jedoch weiter dreht und der Moment kommt, an dem man eigentlich in die Maske hineinschauen würde, flippt dieses Bild, und man hat keine Möglichkeit mehr willentlich in die Vertiefungen der rückwärtigen Maske zu sehen. Es erscheint uns, als würden wir die Maske wieder von vorne sehen, obwohl wir gerade deutlich gesehen haben, dass sie uns ihre Rückseite zugedreht hat. Unser Limbisches System verhindert das. Weil es mit Sicherheit „weiß“, dass es üblicherweise weder „hohle Gesichter“, noch "Hände mit sechs Fingern", wie auf dem verlinkten Foto, geben kann. Das heißt, unser Limbisches System hilft uns aus dem Zweifel mit einer dezenten Sinnestäuschung, wenn ihm denn die Welt zu unsicher wird. Faszinierend.

 

Viele Sichtweisen auf oder in unsere Welt, haben sich nachweislich über all die Jahre im tagtäglichen Leben außerordentlich bewährt und sind ziemlich tief in unserem Wertesystem, im sogenannten limbischen System verankert. In der Neurowissenschaft wird das limbische System auch als "emotionales Machtzentrum im Gehirn“ bezeichnet.

Manchmal verhindert es leider auch neue Erkenntnisse oder Sichtweisen.

 

(Nach Hermann von Helmholtz trägt die Erfahrung entscheidend zu unserer Sicht auf die Welt bei. Laut der von ihm aufgestellten Theorie benutzen wir die Erfahrung unbewusst, um über das Wahrgenommene zu schlussfolgern. In unserem gewohnten Umfeld erlaubt uns diese „unbewusste Schlussfolgerung“, die Dinge schnell und effektiv wahrzunehmen, da wir nur wenige Hinweisreize benötigen. In leicht abweichenden oder unbekannten Situationen führt sie jedoch häufig zu falschen Interpretationen.)

 

 

 

Mein Beitrag zum bereichsweise "willkürlich" scheinenden DSM V.